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Ich halte jeden, mit dem ich spiele, so lange für einen Meister, bis er mir das Gegenteil bewiesen hat. >>Wassili Panow

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Auf Einladung meines ehemaligen Arbeitskollegen verschlug es mich am Dreikönigstag nach Dresden zur Dresdner Schnellschachmeisterschaft. Das Teilnehmerfeld überraschte mich quantitativ mit 42 Teilnehmern und qualitativ mit 11 Spielern, die eine DWZ von über 2000 aufweisen können.

Runde 1 lief für mich unproblematisch. Der Sieg gegen Tim Eichner, DWZ 1190 vom Gastgeberverein USV TU Dresden war zu keinem Zeitpunkt in Gefahr.

Genauso unproblematisch besiegte mich mein Gegner in Runde 2. Gegen Dieter Kaiser vom SV Ottendorf-Okrilla, DWZ 2192, schätzte ich eine Abwicklung vollkommen falsch ein und konnte dann keine nennenswerte Gegenwehr mehr leisten. 

Die Niederlage nahm ich wohl mit in Runde 3. Denn auch gegen Martin Röbke vom SV Dresden-Striesen, DWZ 1695, fand ich keinen Plan. Ich schob ein paar mal ideenlos quer bis Martin merkte, dass hier was für ihn geht. Da ich dann auch noch schlecht verteidigte war die Niederlage die logische Konsequenz. 

In Runde 4 versuchte ich mich erstmals am Morra-Gambit. Mein Gegner war Jason Reich vom SK Heidenau, DWZ 1294. In scharfer Stellung kam ich schnell in Vorteil, gab den Vorteil kurzzeitig wieder ab, gewann dann aber doch souverän. Ob ich das Morra-Gambit auch gegen stärkere Spieler ausprobieren werde muss ich mir aber noch überlegen. 

Gegen Martin Keeve vom USV TU Dresden, DWZ 1778, geriet ich zunächst unter Druck, schaffte es dann aber Gegenspiel zu entwickeln und die Initiative auf dem Brett zu übernehmen. Ich wickelte in ein Turmendspiel mit Mehrbauern ab, welches gefühlt Remis war. Bei knapper Bedenkzeit gelang es mir aber den gegnerischen König abzuklemmen und meinen Bauern durchzudrücken. Sieg! 

In Runde 6 kam ich gegen Felix Bräuer von der SG Blumenau, DWZ 2074, gut aus der Eröffnung, verlor mich dann jedoch in einer Reihe von Springerzügen. In der Zeit zog Felix seinen Angriff auf, ich verteidigte zwar passabel, am Ende setzte sich seine Spielstärke aber durch. Wie in Runde 3 schon mangelte es an einem konkreten Plan für Gegenspiel. 

In der letzten Runde ergriff ich gegen Michael Kabuß vom USV TU Dresden, DWZ 1678, von Beginn an die Initiative, fand aber lange Zeit keinen Weg durch seine Verteidigungslinien. Erst als schon alle anderen Partien beendet waren schaffte ich es in ein gewonnenes Turmendspiel mit 2 Mehrbauern abzuwickeln. 

Das Fazit fällt gemischt aus. Die Siege waren abgesehen von Runde 1 hart erkämpft, die Niederlagen hingegen zuleicht hergeschenkt. Mit 4 Punkten und Rang 16, was genau meinem Setzlistenplatz entsprach, kann ich letztendlich aber doch zufrieden sein. Der Spielmodus mit einer Bedenkzeit von 15 Minuten +10 Sekunden Inkrement pro Zug war für mich neu, machte aber durchaus Spaß.
Den Turniersieg errang ungeschlagen Fidemeister Sebastian Eichner vom ESV Nickelhütte Aue. Mein Kumpel und ich werteten das Turnier noch bei gutem Essen und netten Gesprächen in der Dresdner Altstadt aus, bevor es dann zurück nach Leipzig ging.

Bilder und Endstand beim USV TU Dresden.




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