Schach in Annaburg => SSC

Schach bereichert den Menschen in kulturvoller Hinsicht, erweitert seinen Horizont und fördert die Entwicklung freundschaftlicher Beziehungen zwischen den Menschen.
Paul Keres
Ich halte jeden, mit dem ich spiele, so lange für einen Meister, bis er mir das Gegenteil bewiesen hat.
Wassili Panow
Wenn Dein Gegner Dir ein Remis anbietet, versuch herauszufinden, weshalb er glaubt schlechter zu stehen.
Nigel Short
Um im Schach Erfolg zu erringen, muss man es sehr lieben und Talent mitbringen. Gute Schachspieler werden geboren, berühmte werden geformt.
Michail Tal

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36. Staufer Open - Daniel mit dabei

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Bereits zum 36. Mal findet das Staufer Open statt. Unsere Farben vertritt wieder einmal Daniel, der im A-Open startet. Vom 02. bis 06. Januar misst er nun in 9 Runden seine Kräfte im 317 Teilnehmer umfassenden Feld. Der Start am 02. Januar fiel mit 1½ aus 2 recht vielversprechend aus. Ich hatte in Runde 1 mit den schwarzen Steinen keine Probleme gegen Dr. Anton Graf (SC Ottenhöfen-Seebach, DWZ 1799) auszugleichen, ging aber aus mir unbekannten Gründen an der Chance vorbei in ein Schwerfigurenendspiel mit Mehrbauer abzuwickeln. So verflachte die Partie und wir einigten uns auf Remis.

Platz - RichterKreuzfesslung De3!! nach Sxd4 Lxd4

In Runde 2 wurde es die gegen Teilnehmerin der Jugend-WM in Brasilien Johanna Richter (Sfr. Heidesheim, DWZ 1870) eine wilde Partie, in der ich einen schnellen taktischen Sieg verpasste, letztlich aber in ein gewonnenes Springer-Endspiel abwickelte. Dies lies sie sich nicht mehr zeigen. Meine vielleicht beste Partie des Turniers. Das spülte mich erstmal etwas nach vorn und ich bekam es mit Ediz Kocak (SC 1868 Bamberg, DWZ 2181) zu tun, der recht zügig einen Großteil der Figuren vom Brett tauschte und ins Endspiel überging. Vermutlich war ihm bewusst, dass er es gewinnen wird. Ich dachte es wäre zu halten, wenn auch praktisch schwierig, da ich die schlechtere Bauernstruktur verwaltete. Und so war es dann auch, er knetete solange, bis er einen Weg fand. Ein Auf und Ab gab es in Runde 4 gegen Emil Eull (SF Neuberg, DWZ 2135). Der Vorteil wechselte über 38 Züge hin und her, bis ich den entscheidenenden Fehler machte. Ich beordete einen Läufer nach vorne, der zwar einmal Schach sagte, dann aber ins Leere guckte. Dieser fehlte dann hinten in der Verteidigung und es kam alsbald das Aus.

Gegen Jan-Hendrik Bahr (Mönchengladbacher SV, DWZ 1839) musste ich mich im Damengambit eine ganze Weile verteidigen. Das glückte ganz gut und ich konnte irgendwann zum Konter ansetzen. Er verteidigte nicht ganz so aufmerksam und übersah meine Mattdrohung. Gegen Lukas Foster (Stuttgarter SF 1879, DWZ 2138) hatte ich im Sizilianier die falsche Spielidee. Ich dachte gut zu stehen, bis mir Lukas mit 2-3 genauen Zügen das Gegenteil bewies. Meist war es immer so, dass man zumindest viel Zeit mitbringen muss, um mich zu besiegen. In dieser Partie ging es jedoch schnell.

Spiellokal in SchneelandschaftWinterliches Spiellokal

Julian Gundel (SV Königsspringer 1919 Großauheim, DWZ 1815) spielt nach eigener Aussage zwar erst seit rund einem Jahr Schach, dafür aber schon erschreckend gut. Ich konnte zwar eine Qualität gewinnen, musste dafür aber einen heftigen Angriff auf meinen König ertragen. Die Verteidigung ging mehrmals schief, Julian verpasste es aber auch jedes Mal den Gewinnweg einzuschlagen. So behielt ich meine Mehrqualität bei Minusbauern und hielt zumindest den halben Punkt fest.

Auf den vollen Punkt drückte ich gegen Ian Pablo Martinez Alanis (DWZ 1825). Ich wollte es wer mein Gegner aus Runde 3 machen, wickelte schnell in ein vermeintlich gewonnenes Endspiel ab. Nur leider bin ich nicht so stark wie mein Gegner aus Runde 3. Gewonnen sollte das Endspiel sein, nicht so für mich. Nochmal Remis. In der Schlussrunde sollte nun nochmal ein Sieg her, um doch noch mit 50% der Punkte das Turnier zu beenden. Mit 8 Stunden Zugfahrt im Nacken war ich aber am Brett schon etwas hiebelig und wollte eine schnelle Entscheidung herbeiführen. Dafür vernachlässigte ich gegen Max Hieber (SK Sontheim/Brenz, DWZ 1851) meine Entwicklung und drohte recht plump ein paar Sachen. Sah er natürlich alles und ich geriet in arge Probleme. Ein Not-Remisangebot nahm er an, weil er im Turnierverlauf wohl schon mehrere Gewinnstellungen noch vergeigte. So wie in dieser Partie darf ich in dem starken Teilnehmerfeld natürlich nicht spielen, aber die letzte Runde ist eben auf gepackten Koffern doch etwas speziell.

Nicht mein bestes Staufer Open. Leider waren die Gegner alle entweder Ü2130 oder U1870, dazwischen liegen eigentlich die Leute die ich gerne haben möchte. So um die 2050 würde ich mal probieren wollen. Eine Überraschung wie mehrmals in den Vorjahren glückte mir diesmal nicht und gegen die vermeintlich Schwächeren hatte ich so meine Probleme. Spaß gemacht hat es aber wie immer trotzdem. Ein paar gute Partien waren dabei, gelernt habe ich auch wieder so einiges, und letztlich ist es auch einfach ein schönes Turnier und in einer hübschen Stadt mit ordentlichen Restaraunts. 4 Punkte aus 9 Runden reichten am Ende zu Platz 199. Meine schlechteste Platzierung in bislang 4 Versuchen. Mit 7,5 Punkten holte sich Großmeister Vitaly Sivuk von den Sportfreunden Wolfhagen den Turniersieg. Zusammen mit dem B-Open spielten in Schwäbisch Gmünd 606 Leute Schach.

Endstand des 36. Staufer Open

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