Tagessieger Dirk gegen Rebekka
Vor ziemlich genau einem Jahr steckten wir tief im Abstiegskampf und hielten nur dank der Schützenhilfe anderer die Klasse. Diesmal spielten wir eine tolle Serie und waren nach dem unerwarteten Sieg in Wolfen schon vor dem letzten Spieltag praktisch nicht mehr vom 3. Tabellenplatz zu verdrängen. Damals wie heute ging es in der letzten Runde gegen die Zweitvertretung der SG 1871 Löberitz. Auch für Löberitz stand bereits eine Platzierung im Mittelfeld fest. Wir wollten die Saison entspannt ausklingen lassen, verzichteten auf Frank, Thomas und Evi und ließen Silke zu ihrem ersten Saisoneinsatz in der ersten Mannschaft kommen. Ähnliches erwartete ich auch von Löberitz, zu meiner Überraschung kam es jedoch anders.
Löberitz war heiß und hatte sich anscheinend noch ein bisschen was vorgenommen. Sie brachten ihre stärksten Leute mit nach Annaburg, hingen sich in jeder Partie richtig rein und lehnten zu meiner Überraschung selbst in völlig ausgeglichenen Stellungen Remisangebote ab. Aber genau so soll es ja auch sein. Für Tilo und Silke blieben damit nur DWZ-mäßig deutlich stärkere Gegner. Beide hielten ordentlich gegen, letztlich aber ohne zählbaren Erfolg. Anders bei Fabian und Flori, die ebenso 300 bzw. 400 DWZ-Punkte weniger aufweisen als ihre Gegner. Beide gerieten zwar unter Druck, hielten ihre Stellungen aber zusammen und wurden mit halben Punkten für ihre Mühen belohnten. Sie krönen damit ihre starke Saison, in der Fabian mit 3,5/6 ein DWZ-Plus von rund 40 Punkten verbucht und Flori mit 4/9 sogar rund 60 DWZ-Punkte dazugewinnen wird. Stark!
Ich war froh endlich mal nicht auf Sieg spielen zu müssen und versuchte zum Saisonabschluss sämtlichen Komplikationen aus dem Weg zu gehen. Das glückte mir auch sehr gut, es stand kein einziges Ungleichgewicht auf dem Brett. Völlige Symmetrie, sodass ich im 20. Zug Remis bot. Über die Ablehnung war ich halbewegs überrascht. Mindestens genauso überrascht war ich dann über das Remisangebot von der anderen Seite des Brettes nur 3 Halbzüge später. HaJö und Schöni wollten mehr als eine Punkteteilung. HaJö opferte einen Bauern für Initiative, die auch recht lang anhaltend war. Sein Gegner fand jedoch gute Antworten, sodass HaJö die Waffen strecken musste. Bitter ging es bei Schöni zu. Er schien die Stellung im Griff zu haben bis ihm ein größerer Lapsus unterlief. Ein Schachgebot beantwortete er unzureichend und lief in die Springergabel.
Genau andersherum kam es ein Brett daneben. Hier wurde Dirk eigentlich sehenswert von seiner Gegnerin überspielt. Wie immer konnte sich Dirk aber auch diesmal wieder auf sein Glück verlassen. In hoffnungsloser Stellung nutzte Dirk seine letzte Schwindelchance und führte einen Bauern unaufhaltsam zur Umwandlung. Er schaffte damit den einzigen Tagessieg und hielt die Niederlage in Grenzen. Das 2,5:5,5 entspricht ungefähr dem Kräfteverhältnis an diesem Tag. Die Saison endet für uns zwar mit einer Niederlage, aber eben auch mit einem hervorragendem 3. Tabellenplatz. Unsere hinteren Bretter haben ihre Punkteausbeute nochmals gesteigert und natürlich erwies sich auch Schöni als echte Verstärkung. Eine tolle Saison!
Den Meistertitel in der Bezirksoberliga sicherte sich mit nur einer Niederlage die TSG Wittenberg, viel Erfolg in der Landesliga. Die Bezirksoberliga nach unten verlassen voraussichtlich der SK Dessau 93 III sowie der VfL Gräfenhainichen II.
1. SC Anhalt IV vs. SSC Annaburg III 2:2
Unsere Dritte reiste zum entscheidenden Spiel um den vorletzten Platz nach Dessau. Gegen die junge Anhalt-Truppe reichte es für uns aber nur zu einem 2:2-Unentschieden. Ulrike und Arno gewannen souverän, Hubert verlor überzeugend und Alexander hatte den Vorteil durchaus auf dem Brett. Er ließ jedoch ein paar Chancen aus und musste letztlich seinem Gegner gratulieren. Im ersten Jahr unserer Dritten waren uns damit nur 2 Punkteteilungen und der letzte Platz vergönnt.
Nach 4 Siegen in Folge stoppt die SG 1871 Löberitz II unseren Lauf