Vorn rechts Captain Silke, Jesper, Fabian und TiloUnser Pokalwochenende war sehr speziell und begann eigentlich schon am Freitag. Da erhielten wir die Nachricht, dass unsere Vertretung SSC Annaburg 2 seinen Wettkampf gegen SF Bad Schmiedeberg wegen verschiedener Krankheitsvorfälle beim Gast kampflos gewinnt. Damit war unsere 2. Vertretung bereits in die Gruppe der letzten Acht gerutscht.
SSC Annaburg 1 hatte ebenfalls Heimrecht gegen VfL Gräfenhainichen 1. Diese Begegnung wurde am 27. Sept. regulär ausgetragen. Unsere Mannschaft stellten Tilo, Fabian, Jesper und Silke (C) in dieser Reihenfolge.
Die Gäste traten nicht mit den nominell stärksten Leuten an, jedoch hatten sie an allen Brettern (außer Brett 4) einen erheblichen DWZ-Vorteil. Am schnellsten spielte Jesper, der einen extremen Zeitvorteil gegenüber seinem Gegner aufwies. Der Gegner schlug mit seinem Läufer einen Zentrumsbauern, der vom einem am Rand stehenden Turm gedeckt war. Leider übersah Jesper diesen Figurengewinn, ähnlich wie sein Gegenüber diesen Turm übersehen hatte. Danach war die Stellung nicht mehr zu halten. Schade. Tilo am Spitzenbrett hatte sicherlich eine sehr schwere Aufgabe. Ihm unterlief bereits in der Eröffnung ein taktisches Mißgeschick mit Leichtfigurenverlust. Zwar kämpfte er sich noch ins Mittelspiel, streckte dann jedoch die Waffen. Durch diese Siege am 1. und 3. Brett war der Pokalkampf durch die Berliner Wertung praktisch schon entschieden. Silke an Brett 4 hatte eine scharfe Stellung auf dem Brett und dabei sogar eine Leichtfigur geopfert, als sie dann in akuter Zeitnot ihren Angriff abbrach, konnte ihr Gegner den Vorteil souverän in einen vollen Punkt ummünzen. Am zähesten und längsten verteidigte sich Fabian mit Turm und Läufer gegen Turm und Springer, wobei Fabian einen Bauern weniger als sein Gegner zur Verfügung hatte. Der Gräfenhainicher lehnte Fabians Remisangebot ab und knetete so lange, bis Fabian eine falsche strategische Entscheidung traf. Statt seinen Turm zur Unterstützung seines Königs und Läufers ins "Hinterland" zu beordern, ging er auf Bauerngewinn und Schaffung eines Freibauern. So verlor er seine Leichtfigur und von seinem Freibauern ging keine Gefahr aus. So endete der Wettkampf für die Gräfenhainichener Gäste verdient, wenn auch in meinen Augen zu hoch mit 0:4. Glückwunsch und viel Erfolg im weiteren Pokalgeschehen, wo in der nächsten Runde ebenfalls unsere 2. Vertretung am Start ist.
