Spiel in 1. Runde gegen neuen BEM Harald MattheyAls einziger Annaburger startete Dirk bei der diesjährigen 11. Offenen Bezirkseinzelmeisterschaft des Schachbezirkes Dessau. In dem 15 großen Starterfeld bekam es Dirk [ELO 1779/DWZ 1721] gleich in der 1. Runde mit dem Setzplatzersten FM Harald Matthey zu tun. In der Modernen Verteidigung hielt Dirk mit Schwarz trotz gedrückter Stellung lange mit, musste jedoch nach 56 Zügen die Waffen strecken.
Neuer Tag, neues Glück: Zur zweiten Runde mit Weiß spielte ich gegen Max Kruse. Diese Partie endete nach einigen Höhen und Tiefen schlussendlich im Remis. Hierbei hatte ich bereits moralischen Beistand vom Vereinskollegen Schöni. In der folgenden Runde hieß der Gegner Jörg Fischer, ein langjähriger Wegbegleiter. Die Partieaufgabe von Jörg im 33. Zug verpasste Daniel (der nächste Fan) nur um wenige Minuten. Mit 1,5 Punkten (50%) konnte ich nach 3 Runden ganz zufrieden sein.
Schach in Annaburg => SSC
Wettkämpfe aktuell
| 2. Spieltag | |||||
| 10.10.2026 | |||||
| 2. Bezirksklasse Dessau | SG 1871 Löberitz Girls | – |
SSC Annaburg III | ||
| 11.10.2026 | |||||
| Bezirksoberliga Dessau | SSC Annaburg I | – | SF Bad Schmiedeberg | ||
| Bezirksliga Dessau | SSC Annaburg II | – | 1. SC Anhalt II | ||
| Pokal Achtelfinale | |||||
| 27.09.2026 | |||||
| SSC Annaburg 1 | 0,0 – 4,0 |
VfL Gräfenhainichen 1 | |||
| SSC Annaburg 2 | 4,0 – 0,0 kampflos |
SF Bad Schmiedeberg 1 |
Jesper qualifiziert sich für den Super-Cup
Vermutlich zum ersten Mal überhaupt glückte es einem unserer Nachwuchsspieler, sich über den Anhalt-Cup für den Super-Cup zu qualifizieren. Dafür ist Platz 1 oder 2 in der Gesamtabrechnung der Anhalt-Cup-Serie nötig. Jesper (U15) rechnete sich schon vor dem Turnier aus, dass er in Löberitz wohl mindestens Zweiter werden muss, um sein Ziel zu erreichen. Nach 2 ungefährdeten Siegen zum Auftakt traf er in Runde 3 auf seinen größten Konkurrenten Maximilian Spieß vom 1.SC Anhalt. Jesper erspielte sich einen gesunden Mehrturm, verpasste es dann jedoch die Stellung zu vereinfachen und heimste stattdessen weiter Material ein. Dies stellte die eigene Dame ins Abseits, Jesper musste Material zurückgeben und ließ seinen Gegner in die Zugwiederholung entkommen. Etwas von der Rolle, verlor Jesper die darauffolgende Runde gegen Noah Bruder (SG 1871 Löberitz), besann sich zum Abschluss aber wieder auf seine Stärken, besiegte Alina Schmegel (VfL Gräfenhainichen) und sicherte sich Rang 2 in diesem Anhalt-Cup-Turnier und damit auch Rang 2 in der Gesamtbilanz, was zur erstmaligen Super-Cup-Qualifikation reicht. Ein toller Erfolg!
Zwischen 2007 und 2013 fand der Raguhn-Jeßnitzer Schnellschach-Pokal 7x statt. Danach war Ruhe. 13 Jahre später wurde das Turnier nun reaktiviert. Super, wenn sich Vereine trauen, etwas auf die Beine zu stellen! Von uns konnte sich lediglich Schöni an die Turnierserie erinnern. Er kam dermaßen ins Schwärmen, dass er sich nicht nur als Erster selbst anmeldete, sondern gleich noch die Begeisterung im Verein für das Turnier in die Höhe trieb. Dirk, Frank, HaJö und ich mussten nicht lange überzeugt werden. Erfreulicherweise sagten auch schnell Silke und Adrian zu, die beide ihr erstes Schnellschachturnier überhaupt spielen sollten. Ich holte zudem noch unsere Nachwuchskräfte Jesper, Andre und Erik mit ins Boot. Für sie das erste Turnier in der offenen Altersklasse.
Am Tag nach der letzten Bundesliga-Runde führt der USV TU Dresden traditionell eine Simultanveranstaltung im Lingnerschloss durch. Den Dresdnern gelangen in dieser Saison lediglich 2 Siege gegen Werder Bremen und Heimbach-Weis-Neuwied und müssen als Tabellenletzter den Gang in die Zweitklassigkeit antreten. Trotzdem war die Stimmung gut und mein Großmeister bester Laune. Ich bekam es mit GM Peter Michalik (DWZ 2557) zu tun, der inzwischen für die tschechische Nationalmannschaft antritt und bereits an mehreren Schach-Olympiaden teilgenommen hat. In der Bundesligasaison gewann er keine Partie, verlor allerdings auch nur 2 und holte aus 13 Partien immerhin 5,5 Punkte. Meinem Großmeister unterlief nach 3 Zügen ein Anfängerfehler, sein Handy klingelte. Ich wollte spielen und verzichtete darauf, den Schiri zu informieren. Erstmals musste ich mit Schwarz gegen den GM antreten und erhielt im Damengambit eine brauchbare Stellung. An einigen Stellen war mein Respekt dann jedoch zu groß.
Ich wählte die Sicherheitsvarianten, die mir zwar eine verteidigungsfähige Stellung sicherten, allerdings keinerlei Gegenspiel gaben. In der Folge verteidigte ich mich recht umsichtig. An allen anderen 5 Brettern mussten meine Mitstreiter inzwischen die Waffen strecken, sodass sich der GM im Läufer gegen Springer-Endspiel nun auch noch voll auf meine Partie konzentrieren konnte. Zudem waren von meinen ursprünglich 90min Bedenkzeit nur noch 3min übrig geblieben. Nach und nach wurde ich zusammengeschoben, verlor erst einen Bauern, dann einen Zweiten und musste mir die Niederlage eingestehen. Bis ins Endspiel mitgehalten und kein Material weniger, letztlich aber eben doch wieder verloren.

